“Ohne Gebrauchsanweisung”
- Kunst im öffentlichen und privaten Raum -
Das Kunstprojekt umfasst zwei Aspekte: eine Ausstellung und einen Film.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit der unvoreingenommenen, unerwarteten
Konfrontation mit Kunst im öffentlichen Raum.
Realisiert wird dies durch Guerilla-Aktionen an kunstfernen Orten, wie
beispielsweise an der Berliner Siegessäule, einem Plattenbau in Neukölln,
am Kottbusser Tor, der U-Bahn oder im Tiergarten.
Hier wird die Möglichkeit gegeben, unvermutet auf Kunst zu treffen , die
scheinbar zufällig in das Wahrnehmungsfeld des Betrachters gerät. Dahinter steht die Idee, Rezeptionsbarrieren zu überwinden, um auch die Menschen zu erreichen, die sich nicht mit Kunst befassen.
Die Reaktionen der Passanten und Betrachter werden dabei dokumentarisch
per Fotografie festgehalten. Anschließend werden diese künstlerischen Arbeiten
im klassischen Ausstellungsraum zusammen mit der Dokumentation der voran gegangenen Aktion präsentiert.
Diese Gegenüberstellung soll den Ausstellungsbesuchern die Möglichkeit eröffnen, über die unterschiedlichen Ausstellungssituationen und Präsentations-
formen von Kunst und der davon abhängigen Wahrnehmung zu reflektieren.
Im Gegensatz dazu thematisiert der Film die ganz persönlichen Beziehungen, die die Besitzer von Kunstwerken zu ihrem Lieblingswerk entwickelt haben. Interviewt werden Menschen, die das Kunstwerk als Inspiration oder intellektuelle Herausforderung sehen, und nicht als Investition. In der Gegenüberstellung der einzelnen Positionen und persönlichen Geschichten, entfaltet sich ein breites Spektrum an Möglichkeiten, sich einem Kunstwerk zu nähern. Der Interviewfilm wird im Rahmen der Ausstellung in einer Black Box gezeigt.